Warframe – Grindgame?

Zwei Beiträge hintereinander? Ja. Wow. Bietet sich im folgenden Verlauf, aber auch einfach an. Ein weiteres Spiel, das mir Seele und Zeit raubt: Warframe. Für manch einen widersprüchlich. Aber das Versprechen ein Space-Ninja zu sein ist zu reizend um es weiter zu ignorieren und das Kampfsystem ist mehr als befriedigend, zumal es sich hierbei um einen Free-to-play Titel handelt.

Jeder Gamer dürfte in Zeiten von Star Wars Battlefront nun sofort Aufschreien und an Pay-to-Win denken. Dies möchte ich in diesem Falle etwas entkräften. Natürlich gibt es in Warframe auch In-Game Käufe, allerdings sind diese durchaus fair. Wenn man sie nicht tätigt, investiert man mehr Zeit als diejenigen, die es tun. Allerdings ist alles auch anders zu erreichen zu völlig zumutbaren Konditionen. Digital Extremes haben es hier extrem gut gebalanced.

Das Spiel selbst ist eine Art Third-Person Action RPG. Im Prinzip handelt es sich um eine Mischung aus Destiny und dem Mass-Effect Multiplayer. Man wird mit einer Primär, Sekundär als auch einer Meelewaffe ausgestattet, sowie einem sogenannten Warframe, welcher es einem im Stile von Mass Effect ermöglicht verschiedene Fähigkeiten einzusetzen. Das Kampfsystem ist absolut fluide und macht wirklich Spaß. Gerade wenn man sich langsam in die Movements hineingefuchst hat und wie ein Ninja durch die Lüfte springt.

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Die Story ist auf der einen Seite schwer zu Fassen, da wir es mit 4 Fraktionen zu tun haben, welche jeweils eine eigene Backstory aufweisen. Aber im Endeffekt haben wir es mit verschiedenen Parteien zu tun, welche alle auf eine sehr aggressive Expansion aus sind und wir als eine alte Kämpferspezies der Orokin, genannt „Tenno“ sollen diesem einen Riegel vorschieben. Generell ist die Story in Warframe ein Mix aus einem großen Codex, in welchem man lesen kann, wie es auch etwa bei Mass Effect und einigen speziellen Quests die noch mal einige Einzelgeschichten sowie Hintergründe aufzeigen.

Natürlich hat das Spiel auch einige negative Seiten, mit denen ich nicht hinterm Berg halten möchte. Ich spielte das Spiel zum ersten Mal 2013, damals war es noch stärker monoton, als es nun heute der Fall ist. Dies dürfte auch der Grund sein, wieso ich nun hooked bin und dies damals nicht der Fall war. Nichtsdestotrotz könnte man planetar betrachtet (denn man bereist das Sonnensystem), eine gewisse abstinente Abwechslung von Leveln als auch Granaten vorwerfen. Das schwierigste Problem, welches damals wie heute gegeben ist, ist schlicht der Fakt das einen das Spiel an keiner Stelle wirklich abholt. Alles muss man sich selbst anlesen, erarbeiten oder Ähnliches. Wie man neue Warframes oder Waffen bekommt, wird nicht direkt ersichtlich. Ebenso wenig erschließt sich das neue große Spiel-Update.

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Damit kommen wir aber ebenso zu einem riesigen Pluspunkt. Obwohl das Spiel bereits 2012 erschienen ist, wird es immer noch mit riesigen Updates ausgestattet. Zuletzt erschien „Plains of Eidolon“, was das im Prinzip einen komplett neuen Abschnitt zu Warframe hinzufügt. Denn nun ist es möglich sich in einer Open World aufzuhalten und zu fischen(!), neue Fraktionen zu unterstützen und sich mit einer großen Menge Spieler an einem Punkt zu treffen. Allerdings muss man hier relativ schnell schmerzlich feststellen, dass es sich mehr an Veteranen richtet und für neuere Spieler eher ein Ziel in der Zukunft darstellt. Das man für, dass Besiegen der nächtlichen Gegner gewisser Quests benötigt, wird einem an keiner Stelle wirklich suggeriert.

Nichtsdestotrotz ist das Spiel, sobald man einmal hinter die Mechanik geschaut hat, wahnsinnig motivierend, auch wenn es andere als eine Art Grindfest abtun. Natürlich muss man Grinden, allerdings sehe ich das in dem Fall nicht als eine negative Konnotation an. Es ist schön dabei abzuschalten. Sich an der schier unendlichen Zahl Mods, Waffen und Warframes zu bereichern und der wirklich grandiosen Klangkulisse beizuwohnen.

Nicht außer Acht zu lassen ist ebenso der PVP Modus. Der Hauptfokus liegt zwar auf den PVE-Teilen des Spiels, jedoch lassen sich auch 1 gegen 1 oder 4 gegen 4 Gefechte gegen andere Spieler austragen. Ob es nun ein direktes Match ist oder etwa eine Art Modifiziertes Counter Strike, bei dem es darum geht, ein Gebilde zu zerstören, während die andere Partei es beschützen muss.

Da Warframe umsonst ist sollte man ihm ohnehin, sowohl auf PS4, XBOX One als auch dem PC definitiv eine Chance geben. Es befindet sich seit Plains of Eidolon konsequent in den oberen Gefilden der Steam Charts. Dies völlig zu Recht. Dementsprechend führt es Euch zu Gemüte. Sayonara.

Ps.: Um einen angenehmeren Start als ich zu erhaschen, lege ich euch den Ultimate Beginners Guide von iFlynn ans Herz:

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